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Die Talgkerze

19 Dezember 2012

Die Talgkerze

In den dunklen Tagen vor Weihnachten wurde ein 190 Jahre altes Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen (1805-1875) entdeckt. Das Märchen handelt von einer enttäuschten, schmutzigen Talgkerze auf der Suche nach Anerkennung, die sie erst findet, als eine Zunderbüchse – der Vorläufer unseres Feuerzeugs – sie entzündet. Das Märchen wurde im Oktober zufällig von einem Amateurhistoriker entdeckt. Es gilt als erster Schritt Andersens in die Welt der Märchenerzählung. Sein Stil ist noch nicht so ausgereift wie in seinem späteren Werk, aber das für Andersen typische Grundthema ist klar erkennbar: Trotz schlechter Einflüsse siegt das Gute. Ein tröstlicher Gedanke so kurz vor Weihnachten:

Die Talgkerze

„Es blubberte und spritzte, während die Flammen am Kessel leckten. Dies war die Wiege der Talgkerze – und aus dieser warmen Wiege erhob sich eine prächtige Kerze. So makellos weiß und schlank, dass jeder ihr eine strahlende und leuchtende Zukunft voraussagte – und dass sie wirklich alle Verheißungen würde wahr werden lassen.

Das Schaf – ein niedliches kleines Schaf – war die Mutter der Kerze. Der Schmelztiegel war ihr Vater. Von der Mutter hatte sie ihren strahlend weißen Leib und ihr Gespür für das Leben. Von ihrem Vater hatte sie das allesverschlingende Verlangen nach dem Feuer, das sie ihr ganze Leben lang ‚strahlen‘ lassen sollte.

Ja, so wurde sie geschaffen und so ist sie gewachsen, als sie sich mit den größten und hellsten Erwartungen ins Leben stürzte. Dort traf sie auf so wunderlich viele andere Geschöpfe, mit denen sie sich einließ, weil sie das Leben kennenlernen wollte, in der Hoffnung, ihren eigenen Platz darin zu finden.

Aber sie war zu unbefangen. Die Welt scherte sich nur um sich selbst und keinen Deut um die Talgkerze. Die Welt verstand nicht, wozu die Kerze gut sein sollte, und missbrauchte sie nur für ihre eigenen Zwecke. Dabei hielt sie sie falsch und schwarze Finger hinterließen immer größere Flecken auf dem makellosen Weiß, das immer mehr unter dem Schmutz der Umwelt verschwand, der die Kerze viel zu nahe gekommen war, näher, als sie es vertragen konnte. Sie konnte nicht zwischen rein und unrein unterscheiden, aber tief in ihrem Innern war sie noch unschuldig und unverdorben.

Als ihre falschen Freunde sahen, dass sie nicht zu ihrer Seele durchdringen konnten, warfen sie die Kerze fort wie ein nutzloses Ding. Aber ihr schwarzes Äußeres stieß alle guten Freunde ab. Sie hatten Angst, das Schwarze könne abfärben und sie selbst verschmutzen. So hielten sie sich fern.

Da stand sie nun, die arme Talgkerze, allein und verlassen. Sie wusste sich keinen Rat. Sie begriff, dass das Gute sie verstoßen hatte und dass sie nur ein Werkzeug in der Hand des Bösen gewesen war. Sie fühlte sich unendlich traurig, weil sie ein nutzloses Leben geführt, ja selbst das Schöne in ihrer Umgebung besudelt hatte. Sie verstand nicht, warum sie geschaffen worden war, warum sie auf der Welt war – um vielleicht letztendlich sich selbst und andere zugrunde zu richten.

Tiefer und tiefer grübelte sie, aber je mehr sie grübelte, umso missmutiger wurde sie, sah sie doch nirgendwo etwas Gutes, keinen echten Sinn oder ein Ziel, das ihr bei der Geburt mit auf den Weg gegeben worden war. Es war, als ob die schwarze Kruste auch ihre Augen bedeckt hätte.

Aber dann traf sie eine kleine Flamme, eine Zunderbüchse. Die kannte die Kerze besser, als sie sich selbst kannte. Denn die Zunderbüchse sah so klar – direkt durch die schmutzige Schale hindurch – und dahinter sah sie so viel Gutes. Deshalb kam sie näher und der Kerze wurde ganz leicht zumute, sie entzündete sich und ihr Herz begann zu schmelzen.

Die Flamme loderte auf – wie eine Freudenfackel auf einer Hochzeit. Alles um sie herum wurde hell und klar, so auch der Weg für ihre Umgebung, für ihre wahren Freunde, die nun die Wahrheit in der Glut der Kerze erkannten.

Aber auch ihr Leib war stark genug, um die brennende Flamme zu tragen. Tropfen für Tropfen, rund und voll, wie die Saatkörner neuen Lebens, tropfte der Talg herb und bedeckte den alten Schmutz.

Es war nicht nur das körperliche, sondern auch das geistige Ergebnis der Vermählung.

Und die Talgkerze hatte ihren Platz im Leben gefunden. Und sie hatte gezeigt, dass sie eine echte Kerze war, die noch lange zu ihrer eigenen Freude und zur Freude der Geschöpfe um sie herum leuchten sollte.

(Niederländische Übersetzung: Edith Koenders für De Volkskrant)“

‘Schlechtestes Wachsfigurenkabinett denn je’ schließt seine Türen

Mit Wachs können wunderschöne Skulpturen erschaffen werden. Aber auch schrecklich hässliche.

Letzteres beweist das britische Wachsfigurenkabinett Louis Tussauds. Die Berühmtheiten in diesem Museum sind dermaßen hässlich nachgebildet, dass es nur gut ist, dass an die Skulpturen Karten mit den entsprechenden Namen angebracht sind. Denn nur sehr wenige Besucher werden gleich die gemeinten Prominenzen darin wiedererkennen.

Das Rentnerehepaar June und Peter Hayes eröffnete das Museum vor langen Jahren, um Madame Tussaud Konkurrenz zu bereiten. Aber das hat eben nicht so ganz geklappt.
Dennoch zog das Museum jährlich viel Publikum an, insbesondere nachdem es zum ’Allerschlechtesten Wachsfigurenkabinett aller Zeiten’ gekürt worden war und somit einen Kultstatus gewann. Doch mangels Unternehmen, die die Fackel vom Ehepaar Hayes übernehmen wollen, werden die Türen nunmehr geschlossen, um Platz für Wohnungen zu machen.

Wer sich anschauen möchte, wie die wirklichen Profis eine Wachsfigur herstellen, der klickt hier

Bildtext: Erkennen Sie ihn? Lassen Sie es uns wissen! Unter den richtigen Einsendern verlosen wir einige “House of Wax“ DVD’s.

Alpha Wax Mitglied der FEICA

28 September 2012

Alpha Wax Mitglied der FEICA

Alpha Wax ist unlängst Mitglied der FEICA geworden (eine Abkürzung für Fédération Européenne des Industries de Colles et Adhésifs).
FEICA ist eine internationale Organisation, die die Interessen von (Schmelz)Klebstoffherstellern vertritt.

Verkaufsdirektor Arjan Sjardijn von Alpha Wax ist erfreut, dass sein Unternehmen sich diesem Wirtschaftsverband anschließen konnte: “Die FEICA wurde bereits 1972 gegründet und ist seitdem zu einem wichtigen Vertreter verschiedener (Heißschmelz-)Klebstofforganisationen innerhalb der EU herangewachsen.”

ICIS publiziert ‘Forbes Liste’ von Chemiegroßhändlern

Die ICIS, maßgebliche und weltweit größte Informationsquelle der petrochemischen Industrie, hat vor kurzem erneut ihre Top 100 der größten Chemiegroßhändler veröffentlicht.

Der deutsche Konzern Brenntag (mit 400 Filialen in 68 Ländern) steht mit einem Umsatz von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2011 erneut an Tabellenspitze.
Auch Alpha Wax ist dank eines fast 61 Millionen Euro hohen Umsatzes im Jahr 2011 weltweit ‘bubbling under’ auf Platz 107 in die Liste aufgenommen.

Alpha Wax CEO Herr Dick Haan: “Nicht schlecht für unser relativ junges Unternehmen und wirklich schön, den eigenen Namen zwischen all den Petrochemieriesen stehen zu sehen. Wir sind und bleiben aber natürlich auch Spezialist mit Sachverstand von Wachsbehandlungen und der Wachsdistribution. Ich bin im Übrigen der Meinung, dass wir auf diesem Gebiet inzwischen weltweit der absoluten Weltspitze angehören.“

Download der Top 100 über ICIS

Kreativ mit Wachs

27 April 2012

Kreativ mit Wachs

Nein, es handelt sich nicht um moderne Wachskunst. Diese und andere Modelle wurden von Clemente Susini zwischen 1803 und 1805 in Florence modelliert. Die Körper und teilweise zerlegbaren Körperteile wurden zu wissenschaftlichen Zwecken geschaffen: Sie sollten Ärzten und Studenten Erkenntnisse über die Anatomie des Menschen vermitteln. Inzwischen sind diese wunderschönen Skulpturen erhabene Kunstgegenstände. Kenner zählen sie auf dieser Ebene sogar zu den schönsten Arbeiten der Welt.

In dem kürzlich erschienen Buch ‘Flesh and Wax: Clemente Susini’s Anatomical Wax’ wurden 23 Wachsmodelle auf besondere Art und Weise und bis ins Detail aufgezeichnet. Sie eröffnen einen faszinierenden Blick in eine Welt auf der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft. Die Verwendung von Wachsmodellen zu anatomischen Studien ist übrigens schon sehr alt: Die ersten bisher gefundenen Exemplare stammen aus dem Jahr 1690.

Kronleuchter aus Paraffinwachs

Für diejenigen, die sich an ihrem Kronleuchter über dem Esstisch schnell leid sehen, ist dieser Big Black Beast geradezu ideal. Er wurde vom Designerduo Glithero aus London entworfen.

Dieser ein Meter breite Kronleuchter besteht gänzlich aus Paraffinwachs. Er hat 32 Kerzen und muss nach einer Brenndauer von etwa 10 Stunden ausgetauscht werden. Die Kerzen tropfen nicht. Sie können dieses besondere Objekt somit problemlos über den Esstisch hängen.
Glithero – das sind die niederländische Designerin Sarah van Gameren und der britische Designer Tim Simpson – stellt diesen Big Black Beast in traditioneller Weise her. Die Dochte werden in einer speziell für diesen Zweck gefertigten Maschine in ein Fass mit Paraffinwachs getaucht.

Auf der Website können Sie sehen, wie diese besonderen Kronleuchter hergestellt werden.

Ikarus Wachslampe

02 März 2012

Ikarus Wachslampe

So wie die Wellen eine Sandburg verschlingen, so lässt die Wärme diese Lampe mit dem passenden Namen Ikarus langsam aber sicher schmelzen.

Dieses besondere Design von Christian Metzner wird aus reinem Paraffinwachs hergestellt, das über eine Edelstahlkonstruktion gegossen wird. Zentral im Inneren der Leuchte ist eine Glühlampe platziert. Diese bringt die Wachshaut durch die erzeugte Wärme zum Schmelzen, so dass sich der Lampenschirm im Laufe der Zeit von innen nach außen verflüssigt und am Ende gänzlich wegschmilzt. Wattzahl, Brenndauer der verwendeten Lampe und Zimmertemperatur bestimmen das Tempo, in dem dies geschieht.
Ikarus geht schließlich an seinem eigenen Energieverbrauch zu Grunde.

Christian Metzner möchte damit auf die Flüchtigkeit und die kurze Lebensdauer seines eigenen Designs und auf die heutige Wegwerfgesellschaft hinweisen.

Mehr zu Metzners Werk finden Sie hier

Alpha Wax und nachhaltiges Palmöl

Alpha Wax nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal am „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) teil. Zwecks Förderung der Palmölproduktion ohne schädliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bündelt diese Non-Profit-Organisation die Kräfte der verschiedenen Interessengruppen in der Palmölindustrie.

Sozial verantwortliches Unternehmen spielt für Alpha Wax eine wichtige Rolle. Die RSPO-Mitgliedschaft passt genau zu dieser Philosophie. Bereits seit geraumer Zeit bezieht Alpha Wax Palmwachse für beispielsweise die EcoWax©-Serie ausschließlich von Herstellern, die selbst auch aktives RSPO-Mitglied sind. Auf diese Weise kann das Unternehmen garantieren, dass bei der Herstellung der eigenen Produkte ausschließlich nachhaltige Palmwachse verwendet werden.

Palmöl ist das am meisten angebaute pflanzliche Öl der Welt. Und die Nachfrage steigt. Von den insgesamt 150 Millionen Tonnen des weltweit hergestellten pflanzlichen Öls sind 40 Millionen Tonnen Palmöl. Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage hat sich die Anbaufläche in den vergangenen 25 Jahren um fast 50 % erweitert. Es ist natürlich positiv, dass die Bevölkerung vor Ort von dieser steigenden Nachfrage ebenfalls profitiert. Nachteilig wiederum sind die unerwünschten Folgen für Mensch und Umwelt. Dazu zählen unter anderem das Abholzen und die Kultivierung des Regenwaldes.

Gerade in diesem Bereich möchte RSPO eine wichtige Rolle spielen.

Neuer Unternehmensauftritt von Alpha Wax

Alpha Wax BV hat einen neuen Unternehmensauftritt: zwei stilisierte Wachstropfen bilden das A von Alpha Wax. Ursprünglich sind die beiden Tropfen gelb und rot. Diese Farben stehen für unser Fundament: als engagierter Distributor aller Wachse von Shell sind wir gross geworden.

Vom alleinigen Vertrieb von reinen Rohstoffen haben wir uns im Laufe der Jahre immer mehr auf die Lagerung und die Mischung dieser Rohstoffströme konzentriert. Mehr logistische Dienstleistungen und nach Anforderung hergestellte Produkte. Hiermit bieten wir Lösungen für alle speziellen Wünsche unserer Kunden und Lieferanten.

Alpha Wax entwickelt unerwartete Lösungen. So vermischen sich die Farben gelb und rot in unserem Logo zu einer neuen Farbe: orange. Ein Blick auf unseren Ursprung: die Niederlande. Aber diese Farbe steht auch für Wärme, die menschliche Größe. Es sind doch unsere Mitarbeiter, die Menschen, die das Unternehmen ausmachen.

Zusammen mit unserem Unternehmensauftritt haben wir gleichzeitig unsere Website vollkommen überarbeitet.

Urs Fischer auf der Biennale 2011 in Venedig

Der Schweizer Künstler Urs Fischer hat auf der 54. Biennale 2011 in Venedig eine besondere Installation errichtet. Das Kunstwerk mit dem Namen „Illuminations” stellt einen lebensgroßen Mann dar, der sich eine echte Kopie eines Standbilds des Bildhauers Giambologna aus dem 16. Jh. anschaut. Sowohl der Mann wie auch das Standbild sind lebensecht als eine brennende Kerze aus Paraffinwachs hergestellt. Während der sechs Monate währenden Biennale werden der Mann und seine Umgebung mit dem Schmelzen des Wachses langsam verschwinden.